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Einsame Nacht

Dedüke män kai selanna kai Pläiades,
mesai de nüktes,para d' erchet ora,
ego de mona kateudo.
                                         [Sapphio]


Untergegangen sind zwar der Mond und die Pleiaden,
aber es ist Nacht
und die Stunde des Morgens zieht herbei;
Ich aber schlaf allein...


Odi et Amo

Odi et amo
quare id faciam
fortasse requires
nescio
sed fierisentio
et excrucior

                                      [Catull]



Lieben und hassen muss ich zugleich...Wie das?
Ich weiß es nicht!
Aber ich fühl´s
Und ich werde zugrunde gehen...

 

sine ulla spe

Früh am Morgen
das Aufstehen fällt schwer,
konfrontiert mit Sorgen
alles schweigt...
Ich fühl´mich leer.

Der Tag beginnt mit Freud´und Leid -
nichts, was mich wirklich int´ressiert.
Was bleibt ist inn´re Einsamkeit,
welche mein Leben schon lange regiert.

Wenn es langsam dunkel wird
und ich mich zur Ruhe lege,
alles in meinem Kopf rotiert,
betrete ich die stillen Wege ...


~des Schlafes~



Einsamkeit

~ist nicht nur das Allein-sein in einem Raum

Sie kann Lebensphilosophie sein,Träume rauben und dem Lebensmut die Nährstoffe verweigern.
Sie kann sich wie eine Schlange um die Seele und das Herz legen und beides zerfressen.

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Und sie betrat das Zimmer.Viele Leute sah sie, einige grüßte und küsste sie, vielen lächelte sie zu.
Sie unterhielt sich vortrefflich...ihr Zustand fiel niemandem auf...
Sie wirkte munter wie ein Fisch, trank und lachte...

Dort war ein Mann.Er rief ihr zu, sie solle zu ihm kommen.Er wäre der Einzige, welcher sie wirklich lieben und verehren würde.Sein Rufen wurde lauter und lauter, doch sie war unsicher.Obwohl sie wusste,dass jener Mann derjenige war, der hielt, was er versprach,konnte sie sich nicht entschließen.Sie sehnte sich nach dem Tod der Leiden, welchen er bot, doch suchte sie andere Sicherheit.Er offerierte ihr Vergessen und Ruhe, doch war dies wirklich wonach sie strebte?
Was wollte sie?Warten nichtmehr - das wusste sie, doch gab es Alternativen.Könnte er zum Retter werden?
Gab es noch etwas anderes außer Verletzungen und der daraus resultierenden Trauer?

Sie setzte sich auf die Lehne eines gemütlichen Sofas um
ein paar Minuten innezuhalten.

Ihr schien es langsam, als hätte er ein Megaphon in der Hand.Sie konnte nicht mehr,sein Schrei übertönte die Klänge der Freude um sie herum.So wäre es nun immer.
Und ihr wurde klar, dass es sich nichts nehmen würde sich ihm nun endgültig hinzugeben oder ihn auf immer ihre Gedanken bestimmen zu lassen.

Sie nickte still mit dem Kopf.
Vollkommen apathisch - ein letztes Mal.
Dann sank sie zusammen - um Vergessen zu können.

Ihr Geliebter, mit der kalten Hand, trug sie in sein Schloss.

Bleeding-Heart-Tale

Und die Sonne seines Lebens glaubte der arme, graue Falter in einer ganz besonderen Person
gefunden zu haben.
~das war sein Traum~

Es wurde Abend~die Sonne ging unter~Der Falter saß auf einem Haselnussstrauch und starrte
ihr hinterher.
Am Tage hatte er sich die Flüger versenkt~er war ihr zu nah gekommen~ihr, die seine Dunkel-
heit erhellte die ins Schwarz der Nacht getauchte Welt des grauen Falters wurde kälter und
abstoßender~denn die Sonne kehrte nie zurück
~Tagein~tagaus wartete er auf sie~den Lichtblick
seines Herzens. Gelegentlich erschien sie ihm im Traum~und wenn er schlief bemerkte er nicht,
dass sie so manches Mal einen Sonnenstrahlen sandte um auf ihn zu achten.
Eines Abends~im Herzen des grauen Falters war nur noch Kälte zu finden~fing jener an nach-
zudenken
~worin lag seine Liebe zur Sonne~seine Sucht~begründet?

Und er kam zu dem Schluss, dass er Licht und Wärme nie gekannt hatte~bis ihm die Sonne erst-
mals erschienen war~würdevoll~immer um das Wohl des geflügelten Freundes besorgt.
Er war geblendet! ~musste sie einfach lieben~bewundern~festhalten~ Warum ging sie davon?
Was hatte er nur getan?
Und er erträumte den letzten Tag~
Er war so hoch hinaufgestiegen, wie niemals zuvor~kam näher und näher~ihm wurde warm~
~er lebte~liebte~sie gab ihm die Kraft!

Nicht mehr grübelnd vergaß der Falter jegliche Vorsicht und stürzte zur Erde hinab, nachdem
er sie berührt und Feuer gefangen hatte.
Als er sich von jenen Wunden etwas erholt hatte, folgten weitere
~Warum tat sie das?~ Sie sank ohne ein Wort. Je mehr das graue Lebewesen liebte~je mehr es
begehrte~desto weiter entfernte sie sich! ~er würde seine Sonne nie verstehen~
Ohne Liebe~Ohne ein Wort

Und die Sonne seines Lebens sucht der arme, graue Falter in der Dunkelheit vergebens!
Der Falter schwor sich diese Zeit voller Wärme nie zu vergessen~und wenn er der Sonne so
manchen Gedanken widmete, glomm einen Moment ein altes, längst verlorenes Gefühl des Wohl-
befindens in ihm auf und er liebte und vermisste sie, wie nie zuvor~ In ihm keimte der Wunsch
nach ewiger Dunkelheit, denn noch ist er den Blitzen in seinem Herzen nicht gewachsen!

~Manchmal fragt er sich noch immer, was er wohl falsch gemacht hat~

Das Fenster-Theater

Das Fenster...ein Blick auf die Straße...jeden Tag zur selben Zeit...
Sie hat es sich so angewöhnt - ist vertraut mit dem Anblick...vertraut mit den Menschen...
Menschen, die den Anschein haben sie auch zu sehen, sie zu erkennen!
Heute würde sich etwas ändern, sie wusste es und doch kletterte dieser Gedanke nicht an die Oberfläche.
Etwas würde ihre Routine durchbrechen...
Und nicht nur das...auch ihr Leben würde ihr neu erscheinen.
Sie warf einen flüchtigen Blick auf die Uhr und wandte sich dem Fenster zu um dem gewohnten Tun nachzugehen.
Zur selben Zeit...die selben Leute...wie jeden Tag!
Sie sah ihn, den sie jeden Abend bemerkte, wenn er die Straße hinunter ging.
Doch heute war etwas anders.
Sie fühlte es...in ein paar Sekunden würde nichts mehr so sein, wie es war...
Dann geschah das für sie Unfassbare...
Er sah sie an!
Blieb stehen und betrachtete sie...
Nahm sie wahr...
Auf die selbe Art und Weise, auf die sie ihn schon vor längerer Zeit kennengelernt hatte, war sie für ihn nun nicht mehr unsichtbar


Seitdem wir uns kennen,
drehen sich die Windmühlenflügel...
Auf jedem steht dein Name...
...in Großbuchstaben!
Jeder von ihnen symbolisiert pro und kontra
einer Beziehung, die eigentlich nicht funktionieren kann...
...oder doch?
Schneller,schneller! Immer wieder...
Für und wider - jedesmal...
Schneller und schneller...
Wird es windstill werden?
Und wenn ja,
pro oder kontra?


 

Wenn ich dich wirklich liebe,
mehre ich die glücklichen Stunden meines
Lebens,
da Liebe Feuer in einer kalten,dunklen Welt ist.
Liebe gibt Kraft
Wenn ich dich wirklich liebe,
muss ich diese Kraft nutzen,
da Liebe Kampf auf dem Schlachtfeld
ist.
Kampf um dich, uns und dieses Gefühl
Wenn ich dich wirklich liebe,
dann erst werde ich leben,
da Liebe sein Sinn zu sein scheint
Wenn ich dich wirklich liebe,
wirst du es merken...
Wenn...

 

 

 Schatten an der Wand der Hölle

Schatten an der Höllenwand

Traumernährung tagein~tagaus

Immer da, doch lange verkannt

Im gedankenleeren Haus

 

Sie regieren das Höllenleben

Dessen Ablauf sie geformt

Stoppen den Gedankenregen

Stets gestiefelt und gespornt

 

Niemals werden sie vergehen

Fristen ihre dunklen Tage

In der Hölle meines Kopfes

Tragen sie den Schmerz zu Grabe

 

 

 




 



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